Recherche

Motorjournalisten informieren ihre Leser, Zuhörer und Zuschauer in den Printmedien, seltener über das Radio und häufig über das Fernsehen und im Internet über das Thema Auto.

dreamstime_xs_24412377Als Informationsquellen werden Nachrichtenagenturen, Informanten, Pressekonferenzen oder Datenbanken genutzt. Der Motorjournalist muss sich selbst ein Bild von Ereignissen oder Automobilen machen, um darüber berichten zu können. Er muss bei der Berichterstattung ein hohes Maß an Objektivität wahren, auch wenn er dennoch seine persönlichen Eindrücke wiedergibt. Der Motorjournalist wird beispielsweise von Automobilkonzernen zu einer Testfahrt eingeladen und fährt das neue Automodell Probe. Teilweise werden diese Journalisten sogar schon zu ersten Fahrten der „Erlkönige“, also der noch unfertigen Autos, heranzogen. Sie können dann exklusiv direkt nach der Markteinführung der Modelle über diese berichten. Meist arbeiten die Automobilkonzerne mit festen Motorjournalisten zusammen, die sich durch die lange Zusammenarbeit bewährt und als vertrauenswürdig erwiesen haben.

Ein Motorjournalist testet einen Neuwagen zum Beispiel unter verschiedenen Bedingungen oder bekommt ihn für eine gewisse Zeit auf einer Teststrecke zur Verfügung gestellt. Das muss nicht immer direkt im Inland sein, sondern kann auch im Heimatland des jeweiligen Autokonzerns stattfinden. Das Sammeln von Informationen findet daher nicht selten auf Recherchereisen statt, die rund um den Globus führen.

Bei solchen Gelegenheiten lässt sich die journalistische Arbeit wohl sehr gut mit dem eigenen Vergnügen verbinden, daher übt der Beruf des Motorjournalisten einen großen Reiz aus.

Es werden Daten zum Fahrzeug selbst gesammelt und zu eventuellen Vormodellen. Was zeichnet diese aus, wo liegen die Neuerungen? Gibt es bereits Meinungen über das Fahrzeug? Was muss beachtet werden, wenn ein Bericht angefertigt wird, sind Rechte Dritter zu bedenken? Auch die Nutzung von Quellen und Informationen ist nicht uneingeschränkt möglich. Informanten müssen gefunden werden und es müssen weitere Details geplant werden. Eventuell ist eine Reise zum Hersteller des Automobils nötig und es müssen Interviewpartner gefunden werden.

Gegenüber Behörden und Ämtern genießen Journalisten das so genannte Auskunftsrecht, welches über die Landespressegesetze geregelt ist. Dieses ist für einen Motorjournalisten nur von untergeordneter Bedeutung. Wenn ein Automobilkonzern keine Auskunft geben will, ist er dazu nicht verpflichtet. Der Motorjournalist muss für seinen Bericht auf andere Mittel zurückgreifen, wenn er Informationen benötigt. Deutlich häufiger sind es daher Mitarbeiter und Testfahrer, die Informationen an den Autojournalisten herantragen. Meist hat ein Motorjournalist innerhalb eines Konzerns feste Informanten, die bei Bedarf wieder befragt werden könne